Der seltsame Name dieser Gemeinschaftsgrabstätten der Jungsteinzeit geht auf die Phantasiewelt der sardischen Volkskultur zurück. Beim Betrachten dieser winzigen Bestattungsräume dachte man, sie seien die Behausungen kleiner phantastischer Kreaturen, den Janas (Hexenfeen).
Die Nuraghen sind durch Aufschichtung groβer Felsblöcken ohne Nutzung von Bindemittel erbaut und stehen majestätisch und der Zeit trotzend auf steilen Felswänden an der Küste, auf hohen Berggipfeln, auf Hügeln und in Ebenen.
Seltsam, aber wahr. Auf der Insel gibt es Dolmen, die in der allgemeinen Vorstellungswelt zum Norden Europas gehören. Die sardischen Exemplare sind zwar kleiner, aber deshalb nicht weniger faszinierend. In Dorgali und Cala Gonone finden sich zwei der charakteristischsten Dolmen der Insel: „Motorra“ und Monte Longu“:
Gigantengräber, so heißen die charakteristischen Grabmonumente der nuraghischen Gesellschaft. Der Legende nach sollte es sich um Riesen mit übermenschlichen Kräften gehandelt haben, die in den Grabkammern begraben lägen. In Wirklichkeit aber handelt es sich um Gemeinschaftsgräber, die eine große Zahl von Leichnamen fassen konnten.
Tiscali ist eine Nuraghendorf, das in einer Höhle in dem gleichnamigen Monte Tiscali versteckt liegt und das Archäologen, Wissenschaftlern und Forschern bis heute ungelöste Rätsel aufgibt.